Montag, 6. Juni 2016

Der böse "rassistische" Vorfall in Arnsdorf

Wieder einmal kochen die Gemüter hoch wegen eines Vorfalls, der als rassistisch angesehen wird.
Was ist passiert? Drei Männer hatten einen flüchtling aus einem Supermarkt gezogen und an einen Baum gefesselt.
Rassisten!
Ja?
Betrachten wir den Fall genauer. Der Mann, möglicherweise geistig verwirrt, war vorher bereits zwei mal in eben jenem Supermarkt auffällig geworden und von der Polizei des Gebäudes verwiesen worden.
Beim dritten Mal bedrohte er die Verkäuferin und weitere Kunden mit einer Flasche. Darauf hin wurde er von den drei Männern mit minimaler Gewalt entwaffnet und vor dem Supermarkt fixiert.
Rein juristisch handelt es sich tatsächlich um Freiheitsberaubung. Aber jeder, der schon einmal mit einer Glasflasche geschlagen wurde, wird bestätigen, daß es sich dabei durchaus um einen gefährlichen Gegenstand handelt.
Ob es sich bei den drei Männern wirklich um Rassisten handelt oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da sie mir unbekannt sind. Doch selbst, wenn es so sein sollte, liegt hier kein rassistischer Übergriff vor. Denn sie hatten ihn ja nicht wegen seiner Herkunft, sondern wegen seines aggressiven Verhaltens kampfunfähig gemacht.
Wo liegt der Grund für diesen öffentlichen Trubel?
Weil sie den Mann angebunden haben, oder weil es sich um einen Flüchtling handelt?
Wir führen Diskussionen nicht mehr nach Vorfällen, sondern nach der Frage "Waren Flüchtlinge beteiligt?".
In der gleichen Woche wurde eine Freundin von mir von einem ebenfalls geistig verwirrtem Obdachlosen tätlich angegriffen und schickte diesen in Notwehr zu Boden. Hat niemanden interessiert. Taugt ja auch nicht zum Hetzen. Weder gegen die einen noch gegen die anderen.

Bei einer Demonstration hieß es, Flüchtlingskinder hätten in einem Jugendclub deutsche Kinder mit Stöcken verprügelt. Wir haben nachgefragt.
Ergebnis: Die Kinder hatten im Spiel mit Stöcken gefochten und sich dabei versehentlich unglücklich auf die Hände getroffen. Haben wir früher auch gemacht. Hätte jemand auch nur ein Wort darüber verloren, wenn unter den Kindern keine Flüchtlinge gewesen wären?

Anderes Beispiel: In einem Nachbarort sollten zwei junge Erwachsene einen 12jährigen Flüchtling zusammen geschlagen haben. Wir haben nachgefragt.
Ergebnis: Der Junge hatte den beiden im Vorbeigehen den Stinkefinger gezeigt und wurde dafür geschubst. Beides unschön und hätte nicht sein müssen.
Aber Schlägerei?
Rassistischer Vorfall?
Oder einfach ganz normales pupertäres Imponiergehabe unter Jugendlichen, das die Schlagzeilen und die ganze Debatte gar nicht wert war?

Wir sollten mal wieder objektiver sein , anstatt alles künstlich hoch zu kochen.

Blessed Be

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