Dienstag, 25. September 2012

"Skandal" um Uniform beim "Tag der Sachsen"

Beim "Tag der Sachsen" in Freiberg gab es wohl im Nachhinein ziemlichen Trubel. Bei einem Umzug historischer Militärtechnik und historischer Uniformen soll eine Frau in einer SS-Uniform teilgenommen haben. Es gab etliche Beschwerden deswegen und es wurde eine Untersuchung bzw. eine Ermittlung eingeleitet.

Ok, einen solchen Umzug finde ich bei einem Volksfest etwas deplaziert und einen Auftritt in einer solchen Uniform mehr als geschmacklos. Aber das ist jetzt nicht das Thema.
Werden wir nicht langsam übersensibel? Ganz ehrlich, es war ein HISTORISCHER Umzug und (daran kann man nun mal nichts mehr ändern) eine HISTORISCHE Uniform. Es wurde ja sogar noch im entsprechenden Zeitungsartikel erwähnt, daß an dieser Uniform keine Abzeichen mehr waren und nur ein Experte sie als SS-Uniform identifizieren konnte.
Wir haben zur Zeit ernstere Probleme in diesem Land, als wegen solcher Vorfälle Geld, Personal und Zeit aufzuwenden.
Unangemessenes Verhalten oder nicht, wir müssen nicht aus jedem Fehlverhalten eine Staatsaffäre machen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Nazikeule schwingen. Irgendwann reichts

Kommentare:

  1. Wie sagte mein Professor einst treffend: "Ich möchte Ihnen ja nichts unterstellen. Aber schwarze Hemden (so wie ich sie trug, d.A.) waren Symbol der Faschisten unter Mussolini. Nur damit Sie es wissen..."

    Nun weiß ich es. Und trage nun trotzdem - oder gerade deshalb - modische schwarze Hemden (natürlich mit Schulterklappen ;-)

    "Die Dummheit gedeiht auch im Vakuum.." (Goethes Erben)

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    1. Der Nazi-Stempel wird in diesem Land sehr schnell verteilt und wer ihn einmal abbekommen hat, wird ihn nie wieder los, ab zutreffend oder nicht. Das macht es auch einfach, jemanden als unglaubwürdig darzustellen oder ins falsche Licht zu rücken. Das finde ich genau so gefährlich

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